Mitte machen – Studierende verbessern Bochums Innenstadt

„Du bist keine Weltstadt – Auf deiner Königsallee – Finden keine Modenschaun statt – Hier, wo das Herz noch zählt – Nicht das große Geld – Wer wohnt schon in Düsseldorf?!“ So singt Herbert Grönemeyer die zweite Strophe in der Hymne über seine Heimatstadt Bochum.

Was heute immer noch viele Bochumerinnen und Bochumer voller Inbrunst singen, bekommt inzwischen eine ganz neue Bedeutung: Wie viele andere Städte steht Bochum vor der großen Herausforderung, die Innenstadt auch in Zukunft als einen attraktiven, lebendigen und ansprechenden Ort zu gestalten. Nicht erst seit Corona wissen wir: Unsere Innenstädte haben einen schweren Stand. Online-Handel, große Einkaufscentren und ein verändertes Konsumverhalten setzen ihnen zu.

Die Stadt Bochum kennt das Problem. Und mehr noch: Sie will diesem Abwärtstrend entgegentreten. Deshalb veranstaltet sie gemeinsam mit der Stiftung „Lebendige Stadt“ am 19. Juni für 50 Studierende einen Hackathon, Thema: „Mitte machen – Studierende verbessern Bochums Innenstadt!“.

Während des digitalen Wettbewerbs bekommen zehn Teams à fünf Studierende die Chance, Lösungen für die Innenstadt von morgen zu entwerfen. „Vielfalt statt Einzelhandels-Einheitsbrei, visionäre Konzepte statt Fußgängerzonen und Shopping-Malls mit austauschbarem Angeboten“ – so lauten die Zielvorgaben in der Pressemitteilung der Stadt Bochum.

Die Schwerpunkte des Hackathos liegen auf zwei Aspekten:  Über digitale Formate soll die Aufenthaltsqualität in der Bochumer Innenstadt gesteigert, zudem sollen smarte Nutzungsideen für zwei vom Leerstand bedrohte Kaufhäuser der 70er- und 80er-Jahre entwickelt werden. Als Besonderheit stehen den Teilnehmenden Kamerateams zur Verfügung, die sie mit Live-Bildern aus der Bochumer Innenstadt versorgen. So können auch diejenigen mitmachen, die nicht in Bochum leben oder schon lange nicht mehr „inne Stadt“ waren.

Eine Jury wird die 10 Teams live verfolgen und bewerten. So können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu jeder Zeit sehen, auf welchem Platz sie gerade rangieren und noch einmal richtig Gas geben! Am Ende macht das Team mit der besten Bewertung das Rennen. Die Ergebnisse werden in einer Publikation der Stiftung „Lebendige Stadt“ vorgestellt. Darüber hinaus sollen die erarbeiteten Lösungsansätze der Studierenden in den politischen Umgestaltungsprozess der Innenstadt einfließen.

Du bist ein kreativer Kopf? Dich reizt die Möglichkeit Deine Stadt zu verändern? Oder kennst Du jemanden, auf den das zutrifft? Dann los! Melde Dich bis zum 26. Mai per Mail (bocityhacks@urbanista.de) an. Viel Erfolg und viel Spaß!

Foto: Stadt Bochum, Stadt Bochum, Referat für Kommunikation (Bild vor Corona aufgenommen)